Pressemitteilung eWork Kurs

Mit digitalen Medien neue Lernsituationen schaffen: Dresdner Schüler haben ersten eWork Kurs abgeschlossen.

(Dresden, 18. Juni 2018) Mit diesem Schuljahr haben Schüler an der Privaten Schule IBB gGmbH Dresden erstmals einen Kurs für Digitale Bildung absolviert. In dem Fach mit dem Namen eWork werden Schüler der 11. Klasse auf einen sicheren Umgang mit dem Internet vorbereitet und mit digitalen Arbeitsweisen vertraut gemacht. Das Curriculum basiert zum einen auf dem Kompetenzrahmen der Kultusministerkonferenz und zum anderen auf dem Konzept zur „Medienbildung und Digitalisierung der Schule“ im Freistaat Sachsen. In den vergangenen drei Jahren hatte die Schule verstärkt in den Ausbau der digitalen Infrastruktur investiert, um die Grundlage für neue digitale Bildungsangebote zu schaffen.

Da es zu diesem speziellen Thema noch keine ausgebildeten Lehrer gibt, startete die IBB mit einem alternativen Unterrichtsansatz: Schüler und Lehrer begeben sich gemeinsam auf den Weg und gehen Fragen auf den Grund, wie z.B. Wie funktioniert ein Messenger Dienst und welche Risiken birgt dessen Nutzung? Ist Sexting illegal? Und wie finde ich Werkzeuge zur Lernunterstützung? Recherchieren, diskutieren und das so geschaffene Wissen in einem eigenen Wikipedia für andere Schüler festhalten. 

Wo kein googeln mehr hilft, werden Experten zum Interview eingeladen, bisher zum Beispiel ein leitender Redakteur des MDR zum Thema Digitalisierung der Medien und ein Polizist des Dezernats Onlinekriminalität.

Neue Lernsituationen schaffen, Probleme lösen und den Schülern vielfältige Wege zeigen -  das sind besondere Arbeitsweisen für den Kurs. Für Lehrer und Schüler eine neue Situation und eine Herausforderung.

„Unser Ziel ist es nicht den Unterricht komplett auf digitale Methoden zu reduzieren.“ so Dagmar Mager, Geschäftsführerin der Privaten Schule IBBgGmbH Dresden. „Vielmehr reichern wir den klassischen Unterricht mit digitalen Arbeitsweisen an. Schüler sollen von der rasanten Entwicklung digitaler Arbeitsweisen nicht abgehängt werden.“

Basis für einen Unterricht mit digitalen Möglichkeiten ist die Infrastruktur. Die IBB hat in den vergangenen Jahren intensiv in die technische Infrastruktur investiert. Alle Lehrer haben ein Notebook, Schüler können Computer oder TabletPC leihen, Zimmer sind mit interaktiven Tafeln ausgestattet, mobiles Internet ist in allen Schulhäusern verfügbar. Darüber hinaus haben Schüler und Lehrer eine interaktive Lernplattform, auf der Dokumente und Nachrichten ausgetauscht werden können.

„Ein wichtiger nächster Schritt ist jetzt der Mut der Lehrer, den Unterricht mit neuen Methoden zu gestalten, digitale Werkzeuge auszuprobieren und selbst dabei zu Lernenden zu werden. Neue Medien bieten in allen Fächern Möglichkeiten dazu, ohne auf etablierte Methoden zu verzichten.“ so André Klopsch, Projektleiter Digitalisierung an der IBB und selbst Pädagoge.

 

Text: André Klopsch

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