Museumspädagogik mit den Sozialassistenten

Dresden besitzt ein breit gefächertes Angebot in der Museumslandschaft. Im Wahlpflichtbereich Museumspädagogik erhielten die angehenden Sozialassistenten der Privaten Schule IBB gezielte Einblicke in die Sammlungen und Vermittlungsarbeit von sechs Museen.

Der Anfang der zehn Veranstaltungen bildete ein Aufeinandertreffen von verschiedenen Wünschen, Erwartungen aber auch Vorurteilen der Schüler gegenüber Museumsbesuchen. Im Auftakt bot die Ausstellung „Untold Stories“ im Japanischen Palais den Schülern einen ersten Gesamtüberblick des Spektrums von ausstellungswürdigen Objekten und Kunstwerken. Insbesondere die Geschichten um historische Bücher begeisterten die Teilnehmer.

In den darauf folgenden Kursen in der Gemäldegalerie Alte Meister, im Albertinum, im Mathematisch-Physikalischen Salon und im Residenzschloss konnten die Schüler durch dialogische Führungen und Arbeitsaufträge die Inhalte der Ausstellungen in der Gruppe aber auch ganz subjektiv erleben. Im Fokus standen jeweils die persönlichen Erlebnisse, das erworbene Wissen und die Methoden für die zukünftige eigene Arbeit als Sozialassistent anwenden zu können. Welche Möglichkeiten und Erlebnisse bieten bestimmte Museen für Kinder, Jugendliche, ältere Menschen  und Besucher mit Behinderungen – was gibt es zu beachten, welche inhaltlichen Probleme und Barrieren gilt es für die gewählte Zielgruppe zu überwinden?

Innerhalb der museumspädagogischen Vermittlungsarbeit sind Werkbeschreibungen essentiell für jegliche Besuchergruppe. Daher sollten die Schüler nicht nur Gemälde der Alten und Neuen Meister beschreiben, sondern auch innerhalb des Riesensaals im Residenzschloss ein Objekt in leichter Sprache präsentieren.

Kreativaufgaben wie das Zusammenstellen eines eigenen Stilllebens, Steckbriefe zu gemalten Personen zu entwickeln, Gemälde der Romantik innerhalb kürzester Zeit ins Expressionistische umzuformen und das Übertragen von Motiven mit altmeisterlicher Technik vermittelten Einblicke, wie mit jüngeren Zielgruppen inhaltsbezogene Ergebnisse entstehen können.

Als Abschluss des Wahlpflichtbereiches ging es gemeinsam in das von den Schülern ausgesuchte Militärhistorische Museum der Bundeswehr. Hier präsentierten die Schüler schließlich eine komplette Konzeption eines Museumaufenthaltes für ihre zukünftige Zielgruppe und konnten all ihre gesammeltem Erfahrungen und Erkenntnisse des Wahlpflichtbereichs Museumspädagogik einfließen lassen.

Zurück