„ERASMUS+“ – Das EU - Mobilitätsprojekt

Der 2. Flow - Unsere Reise nach Derry, 17.02.19-09.03.19


Am 17.02.2019 ging sie los, unsere Reise in ein, für uns alle unbekanntes Land. Nordirland. Unser dreiwöchiges Auslandspraktikum in Londonderry stand an.
Ganz aufgeregt, was uns erwarten würde, flogen wir von Berlin nach Dublin und fuhren von dort weiter mit dem Bus nach Londonderry. Eine sehr lange Reise, die sich aber auf jeden Fall lohnen würde.


In Derry angekommen wurden wir zu unseren Gastfamilien gebracht, die uns alle schon ganz freudig erwarteten. Wir tauschten uns kurz aus und gingen sofort schlafen, da wir erst nachts angekommen waren. Aber lange schlafen konnten wir nicht. Wir wollten aufstehen und sehen, wo wir sind und unsere Gastfamilien kennenlernen.Wir alle aus der Gruppe konnten nur Gutes von unseren Gastfamilien berichten. Ich landete gemeinsam mit Jenny bei Fidelma, einer lieben alleinstehenden Rentnerin. Fidelma war großartig, sie nahm sich sehr viel Zeit für uns, wir führten immer sehr lange Gespräche, sie zeigte uns ganz Derry und kochte außerdem das beste Essen für uns. Sie war immer sehr darauf bedacht, dass wir einen Einblick in die irische Kultur und das irische Essen bekommen.


Wir alle absolvierten unser Praktikum in verschiedenen Grundschulen. Alle waren von der Arbeit begeistert. Wir bekamen einen Einblick in einen völlig anderen Schulalltag, als wir ihn von Deutschland gewohnt waren und wurden alle schnell ein Teil der Schulgemeinschaft. Das lag nicht zuletzt daran, dass alle Menschen in Derry sowie in unseren Schulen, sehr aufgeschlossen und herzlich, sowie super gastfreundlich waren. Die Schule begann um neun und die Kinder konnten selbst entscheiden, wie lange sie arbeiten wollen und wann sie eine Pause benötigten. Außerdem wurde bei mir in verschiedenen Lerngruppen gearbeitet, wodurch alle Kinder individuell gefördert werden konnten. Mir persönlich gefällt das Konzept der Schule viel besser, da die Kinder in Derry alle zwanglos und frei lernen konnten, ohne diesen Leistungsdruck, wie wir ihn aus Deutschland gewohnt sind. Die Kinder in unseren Klassen haben sich sehr gefreut, dass wir extra aus Deutschland angereist waren, um mit ihnen zu arbeiten und wollten uns am Ende gar nicht mehr gehen lassen.
Ich arbeitete in einer dritten Klasse (6-7 Jährige) und bei mir gab es am Ende sogar Tränen, weil sie sich, trotz der kurzen Zeit, so schnell an mich gewohnt hatten. Ich bin sehr stolz, dass ich diese Erfahrungen machen konnte und werde mich immer gern daran zurückerinnern.


Aber auch außerhalb der Schule konnten wir viel erleben. Ich reiste nach Belfast und Dublin. Sehr empfehlenswert ist auf jeden Fall der Giants Causeway. Dort erlebt man ein atemberaubendes Naturschauspiel, welches man so schnell nicht mehr vergessen wird. Nordirland bietet eine wunderschöne Landschaft, bei der die Gräser wirklich grüner sind und die Schafe zufriedener wirken. Auch in Derry gibt es einiges zu sehen, da Derry eine sehr lange und aufregende Geschichte aufweisen kann. Wenn man einmal in Derry ist, sollte man auf jeden Fall die Wall of Derry lang laufen, um einen lebendigen Eindruck der Geschichte zu bekommen. Außerdem gibt es viele interessante Museen, die meisten davon mit freiem Eintritt.


Sehr wehmütig flogen wir am 09.03.2019 zurück. Wir alle hätten noch länger in Derry bleiben können, da wir uns so wohl fühlten und tolle Erfahrungen gemacht haben.
Ich bin sehr dankbar, dass die Private Schule IBB Dresden und das Foyle International diese Reise möglich gemacht haben und kann sie jedem nur ans Herz legen. Während dieser Reise lernt man viel über sich selbst und über andere und wächst schnell über sich hinaus.

Ich hoffe, dass es bald ein Wiedersehen geben wird und dass ich noch viel mehr über dieses aufregende Land erfahren kann!

Sara
SAA18

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