Der Poetry Slam

Hallo allerseits!


Nachdem wir an unserem ersten Schultag bereits die Dresdner Zentralbibliothek besucht hatten, verschlug es uns am 8. September erneut dorthin. Es sollte nämlich ein Poetry Slam stattfinden, den wir uns ansehen wollten.


Als an jenem Freitag die Matheklausur überstanden war, machten wir uns auf den Weg zum Altmarkt, wo sich die Bibliothek befindet. Aufgrund eines ungünstigen Umstandes im Zusammenhang mit einer Straßenbahn kamen einige von uns grade noch rechtzeitig an. Wir wurden in den Saal geführt, welcher schon rappelvoll mit Schülern war, die meisten in unserem Alter oder etwas jünger. Kaum einer von uns wusste so wirklich, was er zu erwarten hatte. Poetry Slam... Das hat man ja schonmal gehört, aber was ist das eigentlich so richtig?


Eine junge, energiegeladene Dame namens Leonie Warnke trat dann auf die Bühne und eröffnete die Vorstellung. Sie erzählte ein wenig von sich, erklärte uns das Vote-System (Je mehr Krach und Applaus es für die Teilnehmer gibt, desto weiter vorne sind sie.), dann stellte sie die Kandidaten vor.


Den Anfang machte Nhi Le aus Leipzig. Sie erzählte von Tindererfahrungen, der Liebe und alltäglichen Problemen. Darauf folgte David Weber, ebenfalls aus Leipzig, mit einer Geschichte über die Probleme, die sein kleiner, niedlicher Sohn mit sich bringt und überraschenden Wendungen. Im Anschluss kam Flemming Witt aus Jena, der zeigte wie kompliziert eine einfache Autofahrt doch sein konnte und den Abschluss der ersten Runde bildete die Berlinerin Jule Eckert mit einem Märchen, welches einen Kontrast zu den chaotisch-heiteren Geschichten der anderen drei Kandidaten bildete.


Dann fand das Ganze in umgedrehter Reihenfolge mit neuen Werken erneut statt.
Nun war auch klar, was dieser Poetry Slam war: Nicht etwa nur ein Vortragen von Gedichten, wie ich es zum Beispiel erwartet hatte, sondern ein recht breitgefächertes Angebot an Texten, hauptsächlich über das alltägliche Leben.


Die Stimmung im Saal war sehr gut und nahezu alle ließen sich von dem Gehörten begeistern und zeigten dies auch.
Schnell verging die Zeit und schon stand die Endabstimmung bevor: Wir sollten für unseren Favoriten alles geben und das wurde dann von zwei FSJlerinnen mit einem Lautstärkemesser abgeglichen und vorgetragen.


Wirklich kein Kandidat bekam wenig Applaus, absolut verdient. Doch am Herausstechendsten war der Trubel bei Flemming, so dass eigentlich schon während der Abstimmung klar war, wer gewinnen würde. Ein "Flemming! Flemming! Flemming!"-Schlachtruf tönte aus den hinteren Reihen und wurde von Leonie belustigt aufgenommen. Die Kandidaten bekamen ihre Preise überreicht und nach einem Dankeschön an alle strömten die Schüler nun aus dem Raum. Wir waren uns eigentlich alle einig, dass der Poetry Slam eine interessante Erfahrung war und haben uns schon vorgenommen hier und da auch mal einen zu besuchen.


Unten habe ich mal zu jedem Kandidaten und zu Leonie ein Video verlinkt, damit man sich mal ein Bild von ihnen und dem, was sie tun, machen kann.

geschrieben von Nora

Leonie Warnke: https://www.youtube.com/watch?v=bQJg-ryhn_8&t=11s
Nhi Le: https://www.youtube.com/watch?v=doCvHGYEJMY
David Weber: https://www.youtube.com/watch?v=18Yfi5fkWUo
Flemming Witt: https://www.youtube.com/watch?v=pMgWG7e-vuA
Jule Eckert: https://www.youtube.com/watch?v=DAwIANSVBKY

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