Denk mal! Unsere Fachoberschüler besuchten die Denkmalmesse in Leipzig

Die milden Novembertage nutzten wir in diesem Jahr für eine Exkursion zur Europäischen Leitmesse für Denkmalpflege, Restaurierung und Altbausanierung in Leipzig. Diese fand gekoppelt mit der Internationalen Fachmesse für Museums und Ausstellungstechnik statt.

Alles dies sind Themenbereiche die für unsere Fachoberschüler für Gestaltung spannende Einblicke in ihre möglichen zukünftigen beruflichen Einsatzgebiete gewähren.

Für den Schutz von Kunst und anderem erhaltenswertem Kulturgut bedarf es neben geeigneten Baustoffen und Materialien vor allem Spezialisten, die im Umgang mit historischer Substanz erfahren und geschult sind. So kam in Leipzig eine Vielzahl verschiedenster Handwerker und Restauratoren zusammen. Wissenschaftler stellten ihre Forschungsgebiete und Universitäten ihre Studiengänge vor.

Da es viel zu sehen gab, lassen wir in diesem Artikel vor allem die aufschlussreichen Fotos in der Bildstrecke sprechen.

Ein kleines Schülerecho soll aber nicht fehlen. Wir stellten den Schülern die Frage: „Was war für Sie bei diesem Messebesuch besonders interessant?“

Text und Fotos: Bianka Stübing, Dozentin Fachoberschule für Gestaltung

Fächer: Künstlerisch-ästhetische Praxis, Kunst-und Kulturgeschichte

 

Das goldene Herbstlaub säumte unseren Weg zur Messe. Gold wurde an dem Tag noch öfter unser Thema.
Über unser PEGASUS-Denkmalprojekt waren wir eingeladen und reisten gern nach Leipzig.
Gemeinsam mit Gesellen verschiedener Gewerke standen wir staunend an den Messeständen.
Beeindruckend war es zu sehen wie Stein, …
… Holz und …
… Metall mit traditionellen und individuell auf die Restaurierungssituation abgestimmten Techniken bearbeitet wurden.
Grobe Einteilung, Entwurf, Skizze und bearbeiteter Rohling - bald ist gibt es auch wieder ein Gussmodell für diese historische Stuckdecke.
Unsere Schule durften wir am PEGASUS- Messestand mit Plakaten, …
… Flyern und im persönlichen Gespräch vertreten.
Mit Studenten verschiedener Hochschulen traten wir in den direkten Austausch
Wir lernten die Ideen und Werkzeuge der Kunsthistoriker und Restauratoren ebenso kennen …
… wie die Beschläge, Baustoffe und Beweggründe der Handwerker.
Fingerspitzengefühl und Geduld ist bei der Sanierung dieser Gemälderückseite (nah siehe Bildschirm) mit der Pinzette unterm Binokular gefragt.
Fächerübergreifend agieren Geschichte, Kunst und Mathematik bei der hochmodernen 3D-Visualisierung von Kunstwerken.
Das Wissen aus der Physik ist gefragt wenn man für optimales Licht und schonendes Raumklima in den Vitrinen sorgen möchte.
Modernste Wissenschaft und altes Handwerk greifen Hand in Hand. Hier werden Keramikfließen nach alten Mustern bemaltund in inovativen Öfen gebrannt.
Auch für Modeinteressierte war etwas dabei: Kostümbildner und Modedesigner ließen sich von historischen Schnitten und Materialien inspirieren.
Und zu den Produkten der Blattgoldfabrik (schön, dass es so etwas gibt!) hatten wir unendlich viele Anwendungsideen parat.

Zurück