Bildungsfrühstück

Teilnehmer* der Wahlpflichtbereiche präsentieren ihre Werke 

Zum Bildungsfrühstück sind alle eingeladen: Schüler, Eltern, Lehrer und andere Interessenten.

Und es gibt viele gute Gründe, zu unserem Bildungsfrühstück in die IBB beim Bahnhof Mitte zu kommen.

Neue Interessenten, also zukünftige Schüler und ihre Eltern können die Atmosphäre auf sich wirken lassen und locker in´s Gespräch kommen. Aber auch die Schüler des ersten Ausbildungsjahrganges oder Klassenkameraden der ggw. mitwirkenden Schüler können hier ihre Neugier befriedigen.

Schon allein wegen der tollen Werke der diesjährigen WPB- (Wahlpflichtbereich-) Gruppen in der Sozialassistenten-Ausbildung lohnte sich der Besuch beim Bildungsfrühstück am 27. Januar 2018.

Der Wahlpflichtbereich „Bewegung“ wurde von Herrn Hößel geleitet.
Die Schüler lernen zwar im Fachunterricht, dass Bewegung eines der Grundbedürfnisse des Menschen ist – aber wie vielschichtig und vielseitig das betrachtet und angewandt werden kann, wird erst im WPB deutlich. Die Schüler* werden zu unterschiedlichen praktischen Übungen angeleitet, die sie bei ihren bevorzugten Zielgruppen anwenden können. Jeder wählt sich eine Zielgruppe und ein Bewegungsthema. Dazu entwickelt er eine Arbeitseinheit und beschreibt und analysiert die angewandten Techniken und Methoden in einer Facharbeit.

Den Wahlpflichtbereich „Naturwissenschaft“ hat Herr George angeleitet.
Hierbei ist die Idee, gemeinsam Angebote für beliebige Zielgruppen zu entwickeln und zu erproben, bei denen das Erleben der Jahreszeiten mit allen Sinnen im Mittelpunkt steht. Das Wahrnehmen spezieller Pflanzen und Tiere kann dabei ebenso Gegenstand der Untersuchung und Betrachtung sein, wie Gesundheit und Ernährung sowie Umweltschutz und Nachhaltigkeit. Die Freude am bewussten und verantwortlichen Umgang mit allen Ressourcen steht im Zentrum dieses WPB.

Der Wahlpflichtbereich „Gitarre“ wurde wieder von Herrn Hegner betreut.
Es ist einer der besonders beliebten WPB. In der pädagogischen Arbeit ist die Gitarre wohl das beleibteste und vielseitigste Instrument. Der WPB ermöglicht das Erlernen der Grundlagen der Liedbegleitung, Kenntnis und Anwendung der Grundakkorde in Dur und Moll sowie Kenntnis und Anwendung verschiedener  Begleitrhythmen (Schlag- und Zupftechniken) für Liedbegleitung

Herr Peter betreut jedes Jahr den Wahlpflichtbereich „LandArt“.  
Er geht mit seiner Gruppe in die Natur hinaus. Immer zwei Schüler suchen für ihre Präsentation einen Ort an der Elbe, in der Heide, in einem Park etc. Sie planten und organisierten dafür je eine circa zweistündige Einheit für eine selbstgewählte Zielgruppe und ein selbstgewähltes Thema. Etwa für eine Kita-Gruppe das Thema „Zwergenhöhle und Feengarten“. Was dabei aus den vorhandenen Naturmaterialien alles gebaut und gelegt wird, ist immer wieder ganz fantastisch.

Ganz neu war der Wahlpflichtbereich „Plastisches Gestalten“ bzw. „Keramik“ mit Herrn Wilke.
Die Bezeichnung „Töpfern“ trifft nur einen Teilbereich des Inhalts. Es geht darum, auch die Arten der Keramik kennenzulernen, sowie die verschiedenen Aufbautechniken, die Glasurtechniken und die vielfältigen Anwendungs- und Kombinationsmöglichkeiten im praktischen und im dekorativen Bereich.

Auch Frau Stübing bietet im Wahlpflichtbereich „Museumspädagogik“ die Möglichkeit, kreativ tätig zu werden. Denn nicht nur werden verschiedenste Museen und Ausstellungen besucht und viele Tipps, Ideen und Hinweise gegeben, um diverse Zielgruppen für diese Angebote zu begeistern und die unendlich vielseitigen Interessensgebiete zu erschließen. Die Gestaltung eines mannsgroßen Adventskalenders z.B. sorgte in der Schule für Aufsehen, ebenso wie das große Knie-Erzählbuch (s. Foto). Übrigens wurde durch eine Führung im Botanischen Garten auch der Blick auf Plätze und Anlagen ganz neu geschult.

Alles in Allem war überall erkennbar, dass die Schüler mit großer Freude an die WPB heran gingen, dass sie viele wertvolle Impulse für das Privatleben und für das Berufsleben bekamen und dass sie ihrer kreativen Ader viel Gestaltungsfreiraum geben konnten. Schade, dass dieser Teil der Ausbildung schon vorbei ist – ein Trost aber, dass es bei den Erziehern wieder einen WPB geben wird.

*Wegen der leichteren Lesbarkeit wird im Text nur die männliche Schreibweise verwendet. Natürlich sind immer beide Geschlechter gemeint.

Von Gerhard Peter im Februar 2018

Marcus&Nick: Wir haben eine Menge gelernt, was sonst im Unterricht nicht so möglich wäre. Das macht uns viel sicherer im praktischen Umgang mit den eigenen Zielgruppen. Ich jedenfalls freue mich jetzt noch mehr auf die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen.
Nicole&Christoph: Wir haben unter anderem ein Insektenhotel gebaut und gelernt, wie man Salzteig herstellt und daraus etwas Schönes gestaltet. Im Verlauf der Einheiten wurde erkennbar und bewusst, wie unser Lebensstil mit Ressourcenverbrauch zusammen...
...hängt und wie wir zu einem nachhaltigen Naturschutz und einer verantwortungsbewussten Lebensform finden können. Frei nach dem Motto: `Wissen macht aha!´“
Isabella&Vanessa haben eifrig geübt, um beim Vorspiel trotz der Aufregung ihr neu erworbenes Können unter Beweis zu stellen: „Natürlich ist man da nervös – wir spielen ja sonst nicht vor so vielen Leuten – aber wir wollen ja nicht nur das Spielen...
... lernen, sondern auch das Spielen vor einer Gruppe und das gemeinsame Singen und da muss einfach das Lampenfieber überwunden werden.“
Maria & Lena: „Es macht so viel Freude, schon alleine die Ideen auszudenken, dann die Planung gut zu durchdenken und auszuarbeiten. Aber besonders toll ist es, die Schüler dann als Versuchsgruppe so anzuleiten, als wären sie unsere Zielgruppe.
Was wir dabei aus den vorhandenen Naturmaterialein alles gebaut und gelegt haben ist immer wieder ganz fantastisch – aber genauso spannend ist es, zu hören, was jeweils die anderen über das eigene Kunstwerk für Gedanken haben und wie sie das Bild deuten."
Sarah&Susan: „Man kann gar nicht sagen, welche Technik mehr Spaß macht oder Erfolg verspricht. Manche mögen die Wulsttechnik, andere die Plattentechnik, wieder andere erfinden eigene Techniken oder kombinieren sie – je nach Bedarf. ...
...Es ist jedenfalls immer spannend, was am Ende dabei herauskommt. Vor allem beim Glasieren ist der Überraschungseffekt riesig, da die aufgetragene Masse vor dem Brennen eine völlig andere Farbe hat, als danach – das ist echt unglaublich!“
Franziska&Elisabeth: „Es hat uns echt viel gebracht, Museumspädagogik mitzumachen. Man geht mit ganz anderen Augen durch die Stadt. Nicht nur, weil man eine Reihe von Gebäuden nun auch von innen kennt sowie die Kunstwerke darin. Auch die Brunnen...
...ihre Figuren, die Statuen, ja sogar die Blumen und Bäume an den öffentlichen Plätzen lernt man ganz neu sehen und kann anderen Interessantes dazu erzählen.“

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