Bemalte Hände

Die Aufgabe, die sich hinter den Fotografien verbirgt, war, eine selbst erdachte oder bekannte Geschichte mit Hilfe der eigenen Hände zu illustrieren.

In Gruppen von vier bis maximal neun Schülerinnen und Schülern im zweiten Ausbildungsjahr wurden die Textauswahl, die unterschiedlichen Handbemalungen und die abschließende Fotobearbeitung selbstständig erarbeitet und durchgeführt. Ein wichtiges Augenmerk lag dabei auf der Sauberkeit und Genauigkeit beim Einfärben der Hände, sodass diese sich kaum von dem späteren Untergrund unterschieden.

Die Ergebnisse zeigen, wie sorgfältig und motiviert im Lernfeld 5, Gestalterischer Ausdruck, bei Fachlehrerin Frau Renger gearbeitet wurde.

 

Fischbrötchen im Kuhstall
Da war mal eine Schildkröte, die war so groß wie ein Fischbrtöchen und deshalb hieß sie auch so. Sie wohnte mit einer älteren Schildkröte names Emma zusammen in einem Aquarium. Eines Tages setzte sich Fischbrötchen auf Emmas Rücken und wollte sich sonnen.
Als Emma sich kurz schüttelte, fiel Fischbrötchen aus dem Aquarium, purzelte durch das Fenster und landete mitten auf einem großen Heuhhaufen.
Und dann sah Fischbrötchen plötzlich ein Tier, das hatte sie in ihrem ganzen Leben noch nicht gesehen. Und sie sagte zu dem Tier: "Nanun, wer bist denn du?" "Ich bin eine Kuh. Das weiß doch jeder", sagte die Kuh.
"Sag mal, wenn du eine Kuh bist, warum hast du dann so einen komischen Waschlappen im Maul?" "Das ist doch kein roter Waschlappen. Das ist meine Zunge", sagte die Kuh.
"Aber Kuh ... an deinem ... an deinem Kopf, da sind ja zwei so Pinsel dran", sagte Fischbrötchen. "Das sind doch keine Pinsel", sagte die Kuh. "Das sind meine Ohren."
"Und" sagte Fischbrötchen, "jetzt sag mal Kuh, warum hast du so einen großen alten Handschuh zwischen den Beinen?" "Das ist doch kein großer alter Handschuh", sagte die Kuh, "das ist mein Euter, damit gebe ich Milch."
"Hähähähä, Kuh, du hast ja... du hast ja ... du hast ja einen Besenstiel am Hintern!", sagte Fischbrötchen. "Also wirklich", sagte die Kuh, "das ist doch kein Besenstiel, das ist mein Schwanz und damit verscheuche ich die Fliegen."
"Aber guck dir erst mal dein Fell an,da kann sogar eine Kuh drauf stehen.",das sieht ja aus wie eine Salatschüssel!",sagte die Kuh. "Das ist keine Salatschüssel, das ist mein Schildkrötenpanzer und der ist so hart, da kann sogar eine Kuh drauf stehen."
"Was?", sagte die Kuh, "da kann sogar eine Kuh drauf stehen?" Na, da kann ich ja auch drauf stehen." Und dann stellte sich die Kuh mit ihren vier Beinen auf Fischbrtöchen drauf, ...
... rutschte aus, flog hoch durch die Luft und blieb auf dem Rücken liegen.
Auf geschreckt von dem großen Lärm, kam plötzlich der Bauer und fragte: "Nanu, was ist denn hier los?"
Er nahm Fischbrötchen und brachte sie wieder zurück ins Aquarium zurück zu der alten Schildkröte Emma.
"Na", sagte Emma "wo warst du denn schon wieder?" "Ich war draußen", antwortete Fischbrötchen. "Was draußen? Ist das auch ein Aquarium?", fragte Emma. "Ja, das ist ein ganz großes Aquarium da liegt auch Stroh und da steht eine Kuh drin."
"Was?", sagte Emma, "eine Kuh? Wie sieht denn ein solches Tier aus?" "Ja, das weiß ich jetzt", sagte Fischbrötchen. "Eine Kuh hat eine rote Zunge, schwarze Pinselohren, ein Euter und einen Schwanz."
"Das verstehe ich nicht", sagte Emma. "Gut", sagte Fischbrtöchen, "wenn du es nicht verstehst, dann will ich es dir noch einmal sagen."
"Eine Kuh ist ein Tier, das hat einen roten Waschlappen im Maul, das hat schwarze Pinsel am Kopf, das hat einen großen alten Handschuh zwischen den Beinen und am Hintern einen Besenstiel."
"Aha", sagte Emma, und da hatte sie endlich kapiert, was eine Kuh ist. Dann setzte sich Fischbrtöchen wieder auf Emmas Rücken und sonnte sich weiter.
Eine Geschichte der FSE 9_2.

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