Erzieher

Was haben Julie Andrews und Til Schweiger gemeinsam? – Beide haben sie schon in Filmen eine Erzieherin bzw. einen Erzieher gespielt und dabei als Mary Poppins und Ludo Decker in „Keinohrhasen“ die Zuschauer mit eher alternativen Erziehungsmethoden beeindruckt.

An unserer staatlich anerkannten Fachschule für Sozialwesen, Fachrichtung Sozialpädagogik werden Sie für den Berufsabschluss „Staatlich anerkannte/r Erzieher/in“ ausgebildet.

Erzieher/innen sind Fachkräfte, die in sozialpädagogischen Arbeitsfeldern Aufgaben der Erziehung, Bildung und Betreuung von Kindern und Jugendlichen selbstständig und eigenverantwortlich ausüben. Sie unterstützen und fördern Kinder und Jugendliche in ihrer individuellen und sozialen Entwicklung.
Unsere Fachschulausbildung orientiert sich am Berufsbild und setzt verbindlich den staatlichen Lehrplan des Freistaates Sachsen um.

Sie werden befähigt, Bildungs- und Entwicklungsprozesse zu beobachten, zu gestalten und zu dokumentieren, mit Eltern partnerschaftlich zusammenzuarbeiten, im Team zu kooperieren und konzeptionelle, betriebswirtschaftliche und organisatorische Aufgaben zu lösen. Sie eignen sich grundlegende fachtheoretische und fachpraktische Kompetenzen an und lernen, mit Kindern und Jugendlichen Ideen zu entwickeln und diese mit Kreativität und Gestaltungslust umzusetzen.

Kooperative Lernprozesse und die Gestaltung entwicklungsfördernder Beziehungen an unserer Fachschule sind grundlegende Voraussetzungen für den Erwerb beruflicher Handlungskompetenzen.

Während der dreijährigen Ausbildung verbinden wir in besonderem Maße Theorie und Praxis, um den vielfältigen Anforderungen der komplexen sozialpädagogischen Handlungsfelder gerecht zu werden. In der Zusammenarbeit mit unseren Praxispartnern steht die gemeinsame Verantwortung für die berufspraktische Ausbildung im Vordergrund.

Sie werden in folgenden berufsübergreifenden Fächern unterrichtet:

  • Deutsch/Kommunikation
  • Englisch
  • Wirtschafts- und Sozialpolitik
  • Mathematik

Außerdem gibt es folgende Lernfelder im berufsbezogenen Bereich:

  • Berufliche Identität und professionelle Perspektiven entwickeln
  • Pädagogische Beziehungen gestalten und Gruppenprozesse begleiten
  • Die Lebenswelten von Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen analysieren, strukturieren und mitgestalten
  • Bildungs- und Entwicklungsprozesse anregen und unterstützen
  • Kulturelle Ausdrucksmöglichkeiten und Kreativität weiterentwickeln
  • Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene bei der Bewältigung besonderer Lebenssituationen unterstützen
  • Bildungs- und Erziehungspartnerschaften initiieren und mitgestalten
  • Im Team zusammenarbeiten, Qualitätsentwicklung sichern sowie im Berufsfeld kooperieren
  • Facharbeit erstellen

Zugangsvoraussetzungen:

  • Realschulabschluss oder ein gleichwertiger Bildungsabschluss und der erfolgreiche Abschluss einer für den Bildungsgang förderlichen, nach Bundes- oder Landesrecht anerkannten Berufsausbildung von mindestens zweijähriger Dauer, oder
  • Realschulabschluss und der Abschluss einer mindestens zweijährigen Berufsausbildung und eine mindestens zweijährige Berufstätigkeit oder einjährige Tätigkeit im sozialen Bereich oder
  • Realschulabschluss und eine erziehende oder pflegende Tätigkeit von mindestens sieben Jahren.
  • Als für den Bildungsgang förderliche Berufstätigkeit werden auch der Bundesfreiwilligendienst und das Freiwillige Soziale Jahr angerechnet, soweit dabei eine sozialpädagogische Tätigkeit ausgeführt wurde.

Sie interessieren sich für:

  • den Umgang mit Menschen
  • Kreativität
  • Einfühlungsvermögen
  • Verantwortungsbewusstsein
  • Gesundheit und gesunde Lebensweise

Die Ausbildung dauert drei Jahre.

Der Unterricht findet in unseren Räumlichkeiten auf der Könneritzstr. 33 von Montag bis Freitag in der Zeit von 08:00 Uhr - 15:15 Uhr statt. Unterbrochen wird der Blockunterricht nur durch insgesamt 3 Praktika verteilt auf die drei Jahre.

 

Der Berufspraktische Bereich wird durch folgende Praktika abgedeckt (jeweils 11 Wochen):

  • 3 Blockpraktika in Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe

Als fakultative Zusatzausbildung bieten wir die Fachhochschulreife an.

Die Kosten für den Schulbesuch können Sie auf Anfrage erfahren.

BAföG

Die Ausbildung zum Erzieher ist BAföG-förderfähig. Hierbei gibt es folgende Varianten:

  • Schüler-BAföG
  • Meister-BAföG nach dem AFBG (Aufstiegsfortbildungsförderungsgesetz)

Einen pauschalen Ratschlag, welche Förderung man in Anspruch nehmen soll, kann es nicht geben. Die Entscheidung muss ganz individuell unter Berücksichtigung der gegebenen persönlichen Umstände getroffen werden.

Bitte informieren Sie sich rechtzeitig bei Ihrem zuständigen BAföG-Amt und stellen Sie dort Ihren Antrag vor Ausbildungsbeginn.

Formulare für die Beantragung und weitere Informationen erhalten Sie auf der Internetseite des BAföG.

Als Erzieher können Sie selbstständig und eigenverantwortlich in Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe bei öffentlichen und freien Trägern arbeiten.

Der Abschluss der Fachschule qualifiziert Sie, Leitungsaufgaben im mittleren Management zu übernehmen.